Extremen Anforderungen gewachsen

XPS im Einsatz

Rossdorf bei Darmstadt. 15 Prozent – so hoch ist laut der Deutschen Energieagentur (dena) der Anteil des Kellers am Energieverlust eines ungedämmten Hauses. Hohe Energiekosten sind die Folge. Mit XPS lässt sich dem ein Riegel vorschieben. Denn die sogenannte Perimeterdämmung ist eine der drei Hauptanwendungsgebiete des starken Dämmstoffs aus extrudiertem Polystyrol. Darüber hinaus schließen die pastellfarbenen XPS-Platten Lücken in der Fassadendämmung und bieten eine solide Grundlage für ein begrüntes oder bekiestes Umkehrdach.

Besondere Anforderung: Die Dämmung „erdberührter Bauteile“

Haben Bauteile direkten Kontakt mit dem Erdreich, muss ein Dämmstoff extreme Belastungen aushalten. Das Grundwasser und der Druck der Erde wirken auf ihn ein – XPS hält beidem sicher stand. Mehr noch: Wegen der hohen Druckstabilität wird es bei Neubauten auch unter der tragenden Bodenplatte eingebaut.

An den Kellerwänden werden die XPS-Platten von außen auf die Mauerwerksabdichtung geklebt. Da das Material eine geschlossene Zellstruktur hat und nicht verrottet, ist die Funktionalität für viele Jahrzehnte sichergestellt. Das Ergebnis ist ein rundum gedämmter Keller, der beheizt als erweiterter Wohnraum zur Verfügung steht. Dämmdicken von 12 bis 30 Zentimetern XPS reichen aus, um die Anforderungen der Energieeinsparverordnung bis zum Passivhausstandard zu erfüllen.

Entlastung für die Dachabdichtung: XPS im Flachdach

Bei Flachdächern ermöglichen die Eigenschaften von XPS eine besonders attraktive Form der Dämmung: das Umkehrdach. Hierbei wird die Dämmung über – und nicht wie üblich unter – der Abdichtung des Daches eingebaut. Der Vorteil: Die Abdichtung wird geschützt und mitgedämmt. Sie ist dadurch sicher vor hohen Temperaturschwankungen und behält langfristig ihre Funktion.

Den robusten XPS-Dämmplatten kann die Witterung nichts anhaben. Sie werden mit einem Vlies abgedeckt. Darauf lassen sich dann vielfältige Gestaltungsideen verwirklichen – angefangen bei einer abdeckenden Kiesschicht über eine Begrünung bis hin zu einer Dachterrasse oder einem Parkdach.

Lückenlos gedämmt: Schutz gegen Wärmebrücken

Bei der Fassadendämmung lohnt sich ein Blick aufs Detail: Die Übergänge vom Mauerwerk zur Betondecke, Fensterlaibungen oder Rollladenkästen – all das sind bekannte Schwachstellen, an denen sich Wärmebrücken bilden können. Über diese Bereiche fließt ungedämmt mehr Wärme ab, was zu niedrigeren Innentemperaturen führt. Im Rauminneren entsteht häufig Tauwasser und im schlimmsten Fall Schimmel. Eine Wärmebrückendämmung mit XPS hilft, dies zu vermeiden. Alle Hersteller von XPS bieten besondere Dämm- lösungen an, um diese Schwachpunkte auszuräumen. In der Bauphase können die speziellen Dämmplatten direkt eingebaut werden. Bei Bestandsgebäuden lässt sich die Wärmebrückendämmung mit relativ geringem Aufwand nachrüsten.

Weitere Anwendungsgebiete: XPS in Wand und Steildach

Neben den drei Hauptanwendungsgebieten – Perimeterdämmung, Umkehrdach und Wärmebrückendämmung – kann XPS auch an weiteren Stellen eines Hauses verwendet werden. Unter anderem als Kerndämmung bei zweischaligem Mauerwerk: Auf die Außenwände des Hauses wird hierbei eine Schicht XPS angebracht, davor wird dann ein sogenanntes Verblendmauerwerk – beispielsweise aus Klinker – gesetzt. Bei der Dämmung eines Steildaches lassen sich die XPS-Platten zudem vollflächig unterhalb oder oberhalb der Sparren verlegen. So ermöglicht XPS vom Keller bis zum Dach eine optimale Wärmedämmung Ihres Hauses.

Über FPX

In der FPX Fachvereinigung Polystyrol-Extruderschaumstoff haben sich die fünf auf dem deutschen Markt führenden Hersteller von Dämmplatten aus XPS zusammengeschlossen. Ihr Ziel ist es, Architekten, Verarbeiter und Bauherren für die Qualität von Dämmstoffen zu sensibilisieren.

Download als Word-Dokument

Pressebilder

XPS ist so druckstabil, dass es als Dämmstoff unter der statisch belasteten Bodenplatte eingesetzt werden kann.
Download

Foto: XPS

An die Kelleraußenwände werden die Dämmplatten auf die abgedichtete Wand geklebt. Der anschließende Kontakt mit dem feuchten Erdreich schadet dem Material nicht.Download

Foto: XPS

Die bekannten Schwachstellen für Wärmebrücken lassen sich bereits während der Bauphase dämmen.
Download

Foto: XPS

Einsatzgebiet Umkehrdach: Hier liegt der XPS-Dämmstoff auf der Dachabdichtung.Download

Foto: XPS

Bei der Kerndämmung wird XPS zwischen der tragenden Wand und dem Verblendmauerwerk eingebaut.Download

Foto: XPS

Im Steildach lässt sich XPS oberhalb der Sparren verlegen.Download

Foto: XPS