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Wie dämme ich bei drückendem Grundwasser?

Ich habe mal eine Frage: Kann man oder darf man im Kellerbereich  bei drückendem Wasser 2 Lagen á 12 cm Perimeterdämmung aufbringen? Wenn ja, mit welchem Kleber?

Antwort:
Wenn Sie XPS in drückendem Grundwasser einsetzen möchten, müssen Sie darauf achten, dass die von Ihnen gewählten Dämmplatten die bauaufsichtliche Zulassung für dieses Einsatzgebiet haben. Diese Zulassung gibt es vom Hersteller oder direkt vom DIBt Deutsches Institut für Bautechnik. Beim Einsatz in drückendem Grundwasser werden die Platten mit einem lösungsmittelfreien Polystyrol-Kleber vollflächig auf der Abdichtung der Wand verklebt. Ein zweilagiger Aufbau ist dabei nicht zu empfehlen und auch nicht zugelassen. Es gibt aber einzelne Hersteller von XPS (z. B. Jackon Insulation), die mehrere XPS-Platten maschinell durch spezielle Techniken zusammen kleben. Auf diese Produkte sollten Sie zurückgreifen, sofern die entsprechende bauaufsichtliche Zulassung vorliegt, und Sie dann einlagig an der Wand anbringen. Grundsätzlich ist die Dämmung einer Kellerwand, insbesondere bei einem besonderen Lastfall wie drückendem Wasser, eine Aufgabe, die ein Experte übernehmen sollte. Zu leicht können sich bei einem Laien kleine Fehler einschleichen, die schwerwiegende Baumängel nach sich ziehen können. Dann hätten Sie am Einbau der Dämmung zwar ein paar Euro gespart, sich selbst allerdings einen echten Bärendienst erwiesen.