Weitere Informationen:
Bookmark and Share

Wärmedämmung Dach

Heizkosten durch die Dämmung des Daches senken

Mit der Wärmedämmung ihres Daches senken Hausbesitzer die Heizkosten, schonen die Umwelt und kommen außerdem den Vorgaben der aktuellen Energieeinsparverordnung (EneV) nach.

Flachdach Wärmedämmung Viele Dächer im deutschen Gebäudebestand sind ungedämmt. Doch ohne eine wirksame Wärmedämmung des Daches geht wertvolle Heizenergie ungenutzt nach außen verloren. Die Wärmedämmung des Daches lässt sich mit vergleichsweise geringen Investitionen nachrüsten. Für Besitzer von Bestandsgebäuden ist es am einfachsten, die oberste Geschossdecke zu dämmen – also die Decke zwischen einem un- und einem beheizten Raum. Mit dieser Form der Wärmedämmung des Daches ist allerdings keine wohnliche Nutzung möglich. Bereits in der Bauphase sollte daher eine spätere Nutzung berücksichtigt und eine entsprechende Wärmedämmung des Daches umgesetzt werden. In jedem Fall ist bei der Wärmedämmung des Daches ein luftdichter Abschluss wichtig.

Vorgaben durch die EnEV und Empfehlungen der Dena

Die EnEV schreibt eine Wärmedämmung des Daches in Bestandsgebäuden vor, wenn unter dem Dach neuer Wohnraum erschlossen oder das Dach über ausgebauten Dachräumen zu mehr als zehn Prozent neu eingedeckt wird. Sollte das nicht der Fall sein, verlangt die EnEV bis Ende 2011 zudem von Immobilienbesitzern, die oberste Geschossdecke oder das darüber liegende Dach zu dämmen. Einfach und kostengünstig lässt sich die Wärmedämmung des Daches realisieren, indem die oberste Geschossdecke von oben mit einem zugelassenen Dämmmaterial abgedeckt wird. Die Dämmschicht sollte bei dieser Wärmedämmung des Daches mindestens 12 Zentimeter betragen, die dena empfiehlt eine Dicke von 18 bis 20 Zentimetern. Mit XPS-Dämmplatten lässt sich die Wärmedämmung des Daches optimal umsetzen, da der pastellfarbene Dämmstoff aus extrudiertem Polystyrol-Hartschaumstoff extrem druckstabil ist. Die Platten halten einem Druck von bis zu 30 Tonnen pro Quadratmeter stand. Mit Pressspan-Verlegeplatten abgedeckt, sind sie vor einer mechanischen und punktuell wirkenden Schädigung geschützt, sodass der Dachboden nach dieser Wärmedämmung des Daches ohne weiteres begeh- und nutzbar ist.

Vorgehensweisen bei der Wärmedämmung des Daches

Soll der Dachboden bewohnt und infolgedessen auch beheizt werden, ist statt der gedämmten Geschossdecke die Wärmedämmung des Daches selbst nötig. Die dena rät hier zu einer Dämmstärke von 20 bis 24 Zentimetern. Grundsätzlich ist auch eine luftdichte Schicht unterhalb der Wärmedämmung einzubauen.
Für die Wärmedämmung eines Daches sind verschiedene Vorgehensweisen möglich:

Zwischensparrendämmung

Vergleichsweise einfach umzusetzen ist die Wärmedämmung des Daches in Form einer Zwischensparrendämmung. Hier wird Dämmmaterial zwischen den Dachsparren verarbeitet, sodass die Dachschrägen gedämmt sind. Im Anschluss an eine solche Wärmedämmung des Daches lässt sich der Dachboden als Wohnraum nutzen. Die Zwischensparrendämmung lässt sich optimal mit anderen Formen der Wärmedämmung des Daches kombinieren – wie der Auf- oder der Untersparrendämmung

Untersparrendämmung

Bei der Untersparrendämmung wird zusätzlich zur Wärmedämmung des Daches zwischen den Sparren auch unterhalb der Dachsparren gedämmt. Hierfür eignen sich XPS-Dämmplatten. Bei einer wohnlichen Nutzung ermöglicht diese Form der Wärmedämmung des Daches, Installationen an den Wänden unterzubringen, ohne die luftdichte Schicht unterhalb der Zwischensparrendämmung zu beschädigen.

Aufsparrendämmung

Wer ohnehin sein Dach neu eindeckt, sollte eine Aufsparrendämmung erwägen, da für diese effektivste Form der Wärmedämmung des Daches die Ziegel komplett abgedeckt werden müssen. Die Aufsparrendämmung wird von außen auf den Sparren angebracht, darauf werden die Dachziegel verlegt. Der Vorteil gegenüber der Untersparrendämmung ist, dass diese Wärmedämmung des Daches zum einen vollflächig verlegt werden kann und dabei den Wohnraum nicht verkleinert sowie zum anderen kaum mit einer Beeinträchtigung der Bewohner einhergeht. Auch im Neubau bietet sich die Aufsparrendämmung an.

Wärmedämmung Spezialfall Flachdach

Umkehrdachdämmung oder Flachdachdämmung mit XPS Dämmplatten

Beim Umkehrdach werden die XPS-Dämmplatten auf der Abdichtung verlegt. Dank Stufenfalz als Kantenausführung entsteht leicht eine geschlossene fugenfreie Fläche.

Ein Spezialfall der „Wärmedämmung Dach“ ist das Flachdach: Hier lässt sich die Sonderform eines Umkehrdaches realisieren, bei dem die Wärmedämmung über der Dachabdichtung sitzt.


Die XPS-Dämmplatten werden lediglich mit einem diffusionsoffenen Vlies  als Rieselschutz abgedeckt. Darauf erfolgt die weitere Gestaltung des  Flachdaches, zum Beispiel eine Schicht Kies.

Die XPS-Dämmplatten werden lediglich mit einem diffusionsoffenen Vlies als Rieselschutz abgedeckt. Darauf erfolgt die weitere Gestaltung des Flachdaches, zum Beispiel eine Schicht Kies.

Das Umkehrdach hat den Vorteil, dass die Abdichtung mit gedämmt und so vor äußeren Einflüssen geschützt wird. Für XPS ist das Umkehrdach eines der Haupteinsatzgebiete neben der Wärmedämmung der Kelleraußenwände – Perimeterdämmung – und der Dämmung von Wärmebrücken, da hier ein extrem leistungsstarker Dämmstoff gefragt ist, der besonders stabil ist, unempfindlich gegenüber Feuchtigkeit und verrottungsfest. Nach der Wärmedämmung des Daches lassen sich Umkehrdächer auch wahlweise begrünen oder begehbar machen.

Vorteil der Wärmedämmung des Daches

Die Wärmedämmung des Daches schafft ein angenehmes Raumklima – auch im Sommer. Denn eine professionelle Wärmedämmung des Daches hält nicht nur Heizwärme im Rauminneren, sondern schützt auch vor großer Hitzeentwicklung. Über eine positive Bewertung im Energieausweis, der den Heizenergieverbrauch anzeigt, erreichen Hausherren zudem durch die Wärmedämmung des Daches eine Wertsteigerung ihrer Immobilie.

zurück zur Übersicht